ich mag nicht alle lieder. und das letzte lied, das Ihr da gesungen habt klingt so toll demütig. ich finds scheußlich. da steht ‘Du kennst mich und liebst mich trotzdem.’ hör mal!
hast Du schon mal in den spiegel geschaut?
hast Du Dich mal richtig angeschaut?
was hast Du dann gesehen?
kurt sagt immer, ‘n scheusal’. besonders morgens. das ist natürlich seine sichtweise der dinge. nicht? klar. man sieht immer das was man hineinprojiziert, ja?
was siehst Du wenn Du in den spiegel schaust?
was schaust Du da an?
das ebenbild gottes.
Du schaust das ebenbild gottes.
wenn Du nicht das ebenbild gottes siehst, hast Du nicht tief genug geschaut.
wer kann das ebenbild gottes sehen und sagen ‘er liebt mich trotzdem’?!? hat gott was zu verbergen?
das ist unser problem. wenn wir sagen ‘wenn gott mich kennt‘, meinen wir damit ‘er weiß alles über mich’.
eben. aber er weiß alles über mich.
er weiß auch das über Dich, was Du noch nicht weißt.
und er hat einen namen für Dich, den Du noch nicht kennst.
den wird er Dir in ewigkeit offenbaren.
wenn Du Dich wirklich kennst, dann würdest Du jeden grund wissen, warum er Dich liebt. wer Dich sieht und Dich nicht liebt – der ist verrückt. hast Du Dir das mal bedacht?
wer Dich anschaut und Dich nicht liebt, der muss irgendwo nicht ganz dicht sein. das kann doch nicht sein, dass man Dich kennt – und nicht liebt. Ihr seht die paradoxa die da rauskommen, ja?
aber wir sind gewollt. beabsichtigt. geschaffen. von gott.
als das, was von gott sichtbar wird.
das, was von gott herauskommt.
als wort des wortes über sich selbst.
tolle sache.
p. w.
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letzteworte.