beamtenchindogu.
hin und wieder kommt es bei meinen süßen amazonpäckchen leider vor, dass weder ich, noch einer meiner zuvorkommenden nachbarn zu hause ist. heute war aber wenigstens mal zur info eine orangene karte im kasten. die erfahrung lehrt, dass das ja auch eher glückssache ist.
also der gesundheit zu liebe zu fuß in die stadt. speedwalkend, denn wahre dienstleistungsunternehmen schließen schließlich um 1800. daher um 1746 schweißgebadet in die lange schlange einreihen.
phantasiere, dass kurz bevor ich an der reihe bin, die beamten ausrufen: ’so, feierabend. kommen Sie morgen wieder.’ überlege mir vorausschauend einen passenden text zum losbrüllen - zeit genug habe ich ja …
während der wartezeit füllt sich die posthalle nachhaltig. punkt 1800 schreitet ein beamter zur tür, um diese von innen zu verschließen. er lässt nur noch abgefertigte kunden hinaus. zur kundenabfertigung steht er daher natürlich nicht mehr zur verfügung. gegen 1806 darf ich dann aus der reihe der wartenden zu meinem sachbearbeiter vortreten.
erso: päckchen vom tage können Sie grundsätzlich erst am nächsten werktag abholen.
ichso: grundsätzlich komme ich noch am selben tag und immer ist das päckchen schon da.
erso: grundsätzlich waren wir früher auch mehr kollegen. schauen Sie sich mal um - päckchen einsortieren und gleichzeitig kunden bedienen, wie sollen wir das schaffen zu dritt? kommen Sie morgen wieder.
eine behende hockwende über den tresen und während meine fäuste auf sein gesicht einhämmern, höre ich mich schreien, ‘UND ICH VOLLIDIOT UNTERSTÜTZE DIESEN SAFTLADEN AUCH NOCH’.