Monthly Archive for Februar, 2006

verfolgungswahn.

er ist mir erschienen … ;-)

edit [war einfach zu cooler text bei]:

Mensch oder Storch?

Wo Unwissen herrscht, ist Raum für Fabeln und Geschichten. Die Menschen erzählten sich, dass der Weißstorch im Winter verschwindet, weil er sich in einen Menschen verwandelt. Folgerichtig wurden Jäger, die einen Storchen verletzten oder erlegten, so bestraft, als hätten sie einen Mord verübt.

Da konnte es schon einmal passieren, dass jemand seine Tat mit dem Leben bezahlen musste. Kam er mit dem Leben davon, war zumindest sicher, dass Glück und Wohlstand ihn unwiderbringlich verließen.

Die Heilkraft des Storchenmagens

Das schützte den Weißstorch aber nicht davor, dass diverse Körperteile für medizinische Zwecke eingesetzt wurden. Dem Storchenmagen wurden im Altertum legendäre Heilkräfte zugesprochen.

Der Forscher Conrad Gessner beschreibt in seinem Vogelbuch ausführlich, aus welchen Teilen des Tierkörpers man außerdem Medikamente gewinnen kann und auch die Heilige Hildegard empfiehlt gegen Gicht eine aus dem Storchenleib gewonnene Salbe.

Das heute grausig anmutende Wissen wurde von Generation zu Generation weitergegeben: Wer an Epilepsie litt, sollte die rohe Leber oder das Herz eines Jungstorches essen, bei Lähmungen wurden Einreibungen mit Storchenfett empfohlen. Storchenfett und Storchensalbe sollten angeblich auch zu einer leichten Geburt verhelfen.

Symbol für Leben, Reinheit und Freude

Schon in grauer Vorzeit galt der Storch als Symbol für Freude, Natürlichkeit, Treue, Glück und Segen. Wenn der Storch in die Brutgebiete zurückkehrte, feierten die Menschen. Der Frühling hatte begonnen und damit eine Zeit des Wachsens, der Wärme und des Lichts. Der Storch war Bote dafür.

Und nicht nur das: Sein Handeln war für die Menschen von weiter Bedeutung und wurde unermüdlich gedeutet. Ein Storch auf dem Dach bedeutete großen Segen für die Hauseigentümer und Schutz vor Feuer und anderen Gefahren.

Der Storch lebt eine lebenslange Partnerschaft nach höchsten kirchlichen und moralischen Ansprüchen – davon waren die Menschen früher überzeugt. Er galt daher auch als Wächter über Treue und Ehe, der auch im eigenen Nest rabiat für moralische Ordnung sorgte.

p.s.: [nicht nur] vom 7. bis 16. september ist der storch in remscheid.

was ist mein tiefschnee?

jbc.png (172 k)

jake burton carpenter, geboren 1954 in new york. studiert wirtschaft in colorado – um näher an den bergen zu sein. mit 23 gründet er ‘vermont burton snowboards’. heute weltmarktführer, ein drittel des marktes, 500 mitarbeiter.

erklärtes ziel des 51jährigen: 100 tage pro saison im schnee.

focus: stimmt es, dass Sie sich als geschäftsziel 100 tage pro saison auf dem brett verordnet haben?

burton: jawohl, und das kann ich jedem manager nur empfehlen. snowboarden gibt kraft und gleicht ungemein aus. in dieser saison läuft es sehr gut für mich, denn heute war der 60. tag am berg.

[...]

focus: gab es einen moment, an dem Sie sich überlegt haben zu verkaufen?

burton: ehrlich gesagt, höre ich mir die unmoralischen angebote von irgendwelchen weltkonzernen gar nicht mehr an. ich lasse keinen der anrufer durchstellen und will auch gar nicht wissen, wie viele milliarden sie bieten, um uns zu schlucken. denn das steht nicht zur debatte.

focus: stimmt es eigentlich, dass Ihre mitarbeiter frei bekommen, wenn 60 zentimeter neuschnee fallen?

burton: natürlich. wer morgens durch frischen pulverschnee kurvt, der arbeitet abends so lange, bis alles erledigt ist.

focus: wie würden Sie unseren lesern, die nie einen ritt durch frischen tiefschnee gewagt haben, einen solchen beschreiben?

burton: als das einmalige gefühl der freiheit. so unvergleichlich wie surfen. früher hieß es immer, schnee ist gefrorenes wasser, und obwohl diese zeile irgendwie kitschig klingt, trifft sie zu.

focus 8/2006

dieses merkwürdige gefühl beim lesen … dieser mann lebt seinen traum. geiles geschäftsziel – 100 tage pulverschnee. wofür schlägt mein herz, wo ist mein platz, was ist mein tiefschnee?

einmaliges gefühl der freiheit? <seufz>

fischgerippe.

auf der suche, wie denn wohl kittäkää häraa geschrieben wird und wie die anderen strophen lauten, eine seite mit vielen alten texterinnerungen gefunden …

nur die toten fische schwimmen immer mit dem strom,
lassen sich von allen andern treiben,
haben weder kraft noch mut, was anderes zu tun,
wollen in der großen masse bleiben.

habe doch den mut, auch einmal anders zu sein
als die meisten leute um dich her,
wenn sie dich auch als “nicht ganz normal” verschrein,
frag du nur: was will denn der herr?

doch aus eigner kraft wirst du nie ein lebend’ger fisch.
bitte gott um kraft an jedem tag.
glaub, dass jesus auch in deinem leben sieger ist,
und du staunst, was er zu tun vermag.

sei ein lebend’ger fisch,
schwimme doch gegen den strom!
auf und wag es frisch:
freude und sieg ist dein lohn.

bin nun zwiegespalten – entweder: ist da nichts von hängengeblieben? oder: übers rhymeschema echauffieren.

panikmache.

Hühner darf man nicht mehr besuchen, und den Verzehr von Schwänen unterläßt man lieber ganz, wobei man auch auf die Gans ganz verzichten sollte. Ständig wächst die Desinfektionsgefahr.

panikzippert

orange zum frühstück.


chapterchecker.

kommenden sonntag abend soll ich im jet (junger erwachsenen treff – die ältere jugend) austeilen.

um mich vor dem vorbereiten zu drücken, habe ich etwas gebastelt, das ich immer schon mal haben wollte – einen bibelkapitelcheck.

  • übersicht aller erhältlichen kapitel
  • sortiert nach anzahl der kapitel ;-)
  • gelesene kapitel abhaken
  • in neue dimensionen vorstoßen

bin sehr disziplinlos, was bibellesen betrifft – bisher schob ich vor, dass ich ja gar nicht weiß, welche kapitel ich schon hab …

kapitelcheck.pdf (28 kb) – vielleicht nützt es ja noch jemandem.

currently playing: captain buzz lightyear – bis zur unendlichkeit und noch viel weiter (speech)